Technologieführer

Neue Technologien müssen sich nicht nur um den Alltag oder die Unterhaltung drehen. Wie es anders funktionieren kann, demonstrieren innovative Ideen von Pilotprojekten junger Menschen, die unsere Umwelt retten wollen:

Der Meeresretter – Wie ein Student mit dem Ocean Cleancup die Weltmeere vom Müll befreien möchte

Ein gigantischer Müllstrudel bedroht die Ozeane der Welt. 
Doppelt so groß wie Texas breitet sich die aus Müll bestehende Insel, the Pacific Garbage Patch unaufhaltsam im Nordpazifik zwischen Asien und Nordamerika aus. Auch im Mittelmeer, der Nord-und Ostsee und im Atlantik bieten monströse Plastikstrudel eine Gefahr für Tiere und Umwelt. Das stetig wachsende Unheil ist eines vom Menschen selbst produziertes Problem. Plastikabfälle von Einwegrasierern, Eimern, CD-Hüllen, Zahnbürsten bis hin zu Plastiktüten-und Flaschen sowie vieles mehr sorgt nicht nur für eine sichtbare Verschmutzung der Strände und Ozeane auf der Welt. Durch die Kraft des Wassers und der Strömung wird der Plastikmüll zu millimeter großen Rückständen zerkleinert. Viele Fische verwechseln die giftigen Partikel mit Plankton. Letztlich wandern die Plastikrückstände im Magen der Meerestiere zurück auf unseren Teller. Ein Kreislauf mit tödlicher Folge, für den so schnell kein Ende in Sicht schien. Allein die Forderung den Bestandteil von Plastik im Alltag zu reduzieren, reiche laut Experten nicht aus um die Plastikrückstände aus den Meeren verschwinden zu lassen. Dieses zersetzt sich nur langsam bis gar nicht und sorgt für eine generationenübergreifende Katastrophe, die unsere Zivilisation erst langsam zu spüren bekommt.

Ein 19 jähriger mit Pinoiergeist sorgt für eine Revolution im Umweltschutz



Manchmal sind allerdings gerade die zunächst utopisch anmutenden Vorschläge die richtigen Wegweiser in die Zukunft. Das dachte sich auch der gerade einmal 19 jährige Niederländer Boyan Slat, Student der Luft- und Raumfahrttechnik. Er entwickelte eine Methode mit der es auf lange Zeit möglich sein könnte den Großteil der Plastikpartikel aus den Meeren herauszufischen. Sein Projekt nannte er den OCEAN CLEANCUP. Die Idee hinter dem Projekt sind auf der Oberfläche schwimmende, v-förmige Schläuche, die die Plastikpartikel in einer Wassertiefe bis zu drei Meter auffangen sollen. Anschließend können diese recycelt werden. Kritiker nannten das Vorhaben schnell unumsetzbar. Doch Slat gab nicht auf und startete im Sommer 2014 eine Crowdfunding Campagne die er auch über Facebook bewarb. Insgesamt 40.000 Unterstützer schafften es schließlich das der Niederländer sein Ziel der geforderten zwei Millionen US-Dollar für eine Machbarkeitsstudie mühelos erreichte. Letztlich kam er auf eine Summe von 89.518 US-Dollar, die das Projekt schnell in die Tat umsetzte und Kritiker weltweit verstummen lies.

Die Argumente der Kritiker niedergeschmettert



Ein Argument der Kritiker war, das die Schläuche niemals das Plastik aus dem Wasser der Meere heraussieben könnten, da dieses viel zu tief schwimmen würde. Studien belegten jedoch das sich der meiste Anteil des schwimmenden Plastiks an der Oberfläche des Wassers in bis zu drei Meter tiefe ansammelte. Bereits der erste Prototyp des Projekts konnte dementsprechende Erfolge vorweisen. Slat arbeitete zudem an Computersimulationen, die ihn in seinem Vorhaben bestätigten. So zeigten diese, dass seine Schläuche Stürme und Wellen aushalten werden und auch keinen unliebsamen Beifang produzieren, so das Fische und andere Meerestiere von seinem Vorhaben verschont bleiben. Bis das Projekt flächendeckend ausgedehnt werden kann, wird noch viel Zeit vergehen. Schon jetzt zeigt sich allerdings das es manchmal nur einen zunächst verrückten Einfall benötigt und jede Menge Überzeugungskraft um sich durchsetzen zu können und etwas Positives für die Welt zu erreichen. Slat arbeitet weiter an seinem Projekt gibt aber gleichzeitig zu bedenken, dass sein Müll-Projekt ein Kampf gegen Windmühlen darstellt, wenn die Menschheit weiterhin unentwegt Plastikabfälle in den Meeren der Welt entsorgt.


Neben der Umwelt befasst sich die neue Technik auch mit Momenten, die keiner zunächst auf dem Schirm hat, wie Beispielsweise der modernen Küche in der Gastronomie:

Basic Textur – Trends durch Technik-Innovationen in der Gastronomie

Seit einigen Jahren hat sich ein spannender Trend in der internationalen Gastronomie durchgesetzt. Die Molekularküche. Auch in Deutschland, wächst die Beliebtheit dieser ungewöhnlichen aber interessanten Art, Speisen durch unkonventionelle Methoden zuzubereiten und das Essen dadurch, zu einem Erlebnis werden zu lassen. Immer mehr Sternköche schwören auf die kreative Vielfältigkeit der molekularen Zubereitung, in der sie den Gästen Speisen präsentieren, die durch unterschiedliche chemische, physikalische, biochemische oder chemische Prozesse erschaffen werden.Diese besondere Art des Kochens lässt die Zubereitung und das Essen selbst zu einer Kunst werden und dem Gast das bewusste Genießen neuer Kreationen ermöglichen. Bislang war es schwierig, die molekulare Küche selber zuhause ausprobieren zu können. Das einzige Angebot an Zutaten stammte von Großzulieferern, die ihre Produkte lediglich in großen Mengen an Restaurants und Großküchen verkaufen. Als Endverbraucher und Hobbykoch benötigt man für diese Kochkunst aber nur eine kleine Menge von wenigen Gramm. Nun gibt es mittlerweile endlich auch Angebote (wie zum Beispiel Mytexturas.de) die sich an den Endverbraucher richten und so das molekulare Kochen auch zu Hause in greifbare Nähe rücken lassen. Für den Einsteiger empfiehlt sich zunächst eine sogenannte Basis Zutat, mit der sich schon in kleinem Umfang erstaunliche Ergebnisse erzielen lassen können. Mit Basic Jam können Sie beispielsweise komplett auf eine Verdickung von Speisen setzen, ohne Produkte wie Gelatine oder Agar-Agar verwenden zu müssen. Dieses auf Pektin und Dextrose basierende Jam, ist geschmacksneutral und schon eine kleine Menge verspricht eine hohe Gelier- und Verdickungsfähigkeit. Damit erzielen Sie nicht nur eine Verstärkung des Mundgefühls, sondern können auch Speisen wie Pannacotta, Marmelade und Soßen oder neue, experimentelle Geschmackserlebnisse kreieren. Die wichtigste Basis Zutat wird für Sie anfangs allerdings die Basic Textur darstellen. Mithilfe dieser Textur können Sie spielend leicht, eiskalte bis heiße Suppen und Soßen aufschäumen und für stabile Emulsionen sorgen. Ihre Speisen erhalten mit der Basic Textur eine einfache und optimale Bindung, auf der Sie in der Molekularküche noch öfter zurückgreifen werden. Falls Sie die Textur einmal längere Zeit nicht benötigen, können Sie diese auch einfach einfrieren